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Bootstour

Betriebsausflug: Sind meine Mitarbeiter versichert?

26.04.2017

Rechtsfrage des Tages:

Ich plane im Sommer mit meinen Mitarbeitern zur Teambildung einen Betriebsausflug zu veranstalten. Vielleicht wollen wir eine Paddeltour machen. Sind meine Mitarbeiter eigentlich bei so einem Ausflug durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt?

Antwort:

Betriebsausflüge tragen ohne Frage zu einem guten Arbeitsklima bei. Sie fördern die Verbundenheit zum Unternehmen und eine positive Stimmung unter den Mitarbeitern. Den Ideen sind dabei wenig Grenzen gesetzt: Radtouren, Wanderausflüge oder Paddeln mit der Gruppe gehören zu beliebten Aktivitäten. Natürlich kann dabei auch einmal etwas schief gehen. Damit Ihre Mitarbeiter auch bei einem Betriebsausflug durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt sind, müssen Sie bei der Planung einiges beachten.

Damit der Versicherungsschutz greift, muss der Betriebsausflug den oben genannten Zwecken dienen. Zusammenhalt und Verbundenheit der Mitarbeiter untereinander und mit dem Unternehmen müssen im Vordergrund der Veranstaltung stehen. Außerdem muss der Ausflug vom Unternehmen gebilligt oder geplant werden. Der Arbeitgeber oder ein Vertreter müssen ebenfalls am Vergnügen teilhaben und dabei sein. Wollen Sie sich nur mit einer kleinen, handverlesenen Truppe ins Vergnügen stürzen? Dann entfällt der Versicherungsschutz. Die Veranstaltung muss nämlich allen Mitarbeitern offen stehen. Dann sind Betriebsausflüge der betrieblichen Tätigkeit gleichgestellt.

Laden Sie Ihre Mitarbeiter offiziell zum Betriebsausflug ein. Nennen Sie in der Einladung bestenfalls nicht nur den Anfang, sondern auch das Ende der geplanten Veranstaltung. Während des gesamten Ausfluges genießen Ihre Mitarbeiter im Falle eines Unfalls den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch der direkte Hin- und Rückweg ist versichert. Warum sollten Sie auch das geplante Ende des Ausflugs angeben? Manchmal entscheiden sich Kollegen, an die gemütliche Paddeltour noch einen Kneipenbesuch anzuhängen. Das Ende der Veranstaltung und damit auch des gesetzlichen Versicherungsschutzes ist dann manchmal schwer zu bestimmen.

Privatvergnügen sind nämlich grundsätzlich nicht versichert. Verabreden sich beispielsweise mehrere Mitarbeiter noch zum gemeinsamen Frühstück bevor die Fahrt losgeht, greift die Versicherung erst mit dem tatsächlichen Beginn des Ausfluges. Mit genau festgelegten Anfangs- und Endzeiten können Sie Unklarheiten vermeiden.

Letztlich sollten Sie beim Ausflug übermäßigen Alkoholkonsum Ihrer Mitarbeiter verhindern. Damit steigt nicht nur das Unfallrisiko, unter Umständen könnte auch die Eintrittspflicht der gesetzlichen Unfallversicherung entfallen.

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