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Frau räumt ihren Schreibtisch

Kündigung: Weihnachtsgeld zurückzahlen?

7.12.2018

Rechtsfrage des Tages:

Haben Sie von Ihrem Chef auch Weihnachtsgeld bekommen? Vielleicht haben Sie dieses ja auch bereits in Geschenke investiert. Kündigen Sie Ihr Arbeitsverhältnis, stellt sich die Frage nach dem Weihnachtsgeld. Müssen Sie dieses zurückzahlen?

Antwort:

Weihnachtsgeld wird von Arbeitgebern aus unterschiedlichen Gründen gezahlt. Entweder sollen die Mitarbeiter für ihre fleißige Arbeit im zurückliegenden Jahr belohnt werden. Oder es soll die Betriebstreue des Angestellten honorieren. Von der jeweiligen Zielsetzung ist abhängig, ob Sie im Falle einer Kündigung das Weihnachtsgeld zurückzahlen müssen.

Bekommen Sie Ihr Weihnachtsgeld als 13. Monatsgehalt mit reinem Entgeltcharakter ausgezahlt, müssen Sie dieses nicht zurückzahlen. Mit dieser Art der Zahlung sollen Sie für Ihre geleitstete Arbeit belohnt werden. Da der Grund für die Zahlung in der Vergangenheit liegt, kann er auch durch eine Kündigung nicht wegfallen. Anders beim "richtigen" Weihnachtsgeld als Treueprämie. Nicht selten finden Sie in Arbeitsverträgen Stichtagsklauseln. Diese legen fest, dass das Weihnachtsgeld erstattet werden muss, wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen bis zu einem bestimmten Datum verlässt oder gekündigt hat.

Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gelten aber je nach Höhe der Zahlung bestimmte zeitliche Grenzen. Ein Weihnachtsgeld unter 100 Euro darf generell nicht zurückgefordert werden. Bei Weihnachtsgeld zwischen 100 Euro bis zu einem Monatsgehalt darf ein Stichtag bis zum 31. März des Folgejahres vereinbart werden. Entspricht das Weihnachtsgeld einem Monatsgehalt oder ist höher als dieses, kann der Chef es bis zum 30. Juni zurückverlangen.

Hier geht es zum passenden Rechtsschutz, falls es im privaten Bereich, also zum Beispiel auf Reisen, im Arbeitsleben oder beim Kauf vor Ort oder im Internet, zu Problemen kommt: D.A.S. Rechtsschutz für Familien, D.A.S. Rechtsschutz für Singles.

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