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Seniorin mit Hund

Haustier von der Krankenkasse?

19.06.2019

Rechtsfrage des Tages:

Haustiere können die Gemüter ihrer Besitzer erheitern und bei Krankheiten sogar therapeutische Wirkung haben. Können die Kosten für die Tierhaltung dann auch von der Krankenkasse übernommen werden?

Antwort:

Eine Katze kann neuen Lebensmut wecken, die Fürsorge für einen Hund alte Menschen aus ihrer Einsamkeit helfen. Aber nicht jeder kann sich ein Haustier leisten. Die Kosten für Futter, Pflege und Tierarzt übersteigen schnell die vorhandenen Geldmittel. Da Haustiere zur Genesung und Verbesserung der Gesundheit beitragen können, müssten die Haltungskosten doch von der Krankenkasse übernommen werden können.

So dachte ein Kläger, der seinen Fall vor das Sozialgericht brachte. Seine Krankenkasse hatte nämlich die Kostenübernahme abgelehnt. Zu Recht, wie das Sozialgericht Dortmund entschied (Beschluss vom 07.06.2019, Aktenzeichen Do E 940-806). Als Teil der privaten Lebensführung seien Haustiere nicht als Hilfs- oder Heilmittel im Sinne des Gesetzes anzusehen. Auch wenn sie positiven Einfluss nähmen, seien sie nicht Teil der Krankenbehandlung.

Eine Ausnahme gilt für Blindenhunde. Diese sind als Hilfsmittel bei Sehbehinderung anerkannt. Entsprechend übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Anschaffung, Ausbildung und der Einarbeitung. Auch für den laufenden Unterhalt kann eine monatliche Pauschale angewiesen werden.

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