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Mann prüft Auto

Schadensersatz nach Unfallflucht

25.05.2018

Rechtsfrage des Tages:

Unfälle mit Blechschäden sind ärgerlich. Besonders unangenehm kann es werden, wenn der Unfallverursacher sich aus dem Staub macht. Wer zahlt dem Geschädigten dann seinen Schadensersatz?

Antwort:

Ob nach einem Parkrempler oder auch einem schwereren Unfall - leider machen sich Unfallverursacher immer wieder aus dem Staub. Oder sie haben vielleicht gar nicht bemerkt, dass sie ein anderes Auto beschädigt haben. Solange das Kennzeichen des schädigenden Fahrzeugs feststeht, kann sich das Unfallopfer recht entspannt zurücklehnen. Die hinter diesem Fahrzeug stehende Kfz-Haftpflichtversicherung muss nämlich den Schaden zahlen. Dies gilt selbst dann, wenn der flüchtige Fahrer nicht ermittelt werden kann.

Für den Unfallverursacher kann es hingegen unangenehm werden. Neben einem Strafverfahren droht ihm auch ein Regress seiner eigenen Versicherung. Je nach den Umständen der Tat kann diese bis zu 5.000 Euro vom geleisteten Schadensersatz vom eigenen Versicherungsnehmer wegen der Verletzung einer Obliegenheit zurückfordern.

Schwieriger ist, wenn das verursachende Fahrzeug nicht ermittelt werden kann. Dann wird dem Geschädigten nichts anders übrigbleiben, seine Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Oder auf den Kosten der Reparatur sitzen zu bleiben. Eine Besonderheit gibt es allerdings noch für Unfälle mit Personenschaden. Wurde ein Unfallbeteiligter durch einen Unfall mit Fahrerflucht schwer verletzt, kann dieser sich an den Verein Verkehrsopferhilfe e.V. wenden. Dieser springt ein, wenn der Verursacher nicht ermittelt werden kann. Für reine Blechschäden kommt der Verein hingegen nicht auf.

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